
Kronen Zeitung
NACH 3:0-SIEG IN WIEN
„Unbeschreibliches Gefühl!“ Der LASK ist Meister
„Ein unbeschreibliches Gefühl“, jubelte Big Boss Siegmund Gruber. Der LASK ist nach 61 Jahren auf den heimischen Fußball-Thron zurückgekehrt. Das Team von Trainer Dietmar Kühbauer gewann am Sonntag in der letzten Bundesliga-Runde bei der Wiener Austria 3:0 (1:0) und kürte sich zum zweiten Mal zum österreichischen Meister. Wie auch 1965 darf der Linzer Traditionsclub das Double bejubeln.
Xavier Mbuyamba (38.) und Samuel Adeniran (49.) eröffneten kurz vor und nach der Pause die Linzer Feierlichkeiten. Melayro Bogardo traf zur endgültigen Entscheidung (76.). Damit gelang dem LASK, der im Oktober als Vorletzter von Kühbauer übernommen wurde, 16 Tage nach dem Cupsieg über Altach der ganz große Coup. Die Wiener Austria beendet die Saison als Vierter und spielt kommende Saison international.
Offener Schlagabtausch in Hälfte eins
Im Grande Finale musste der LASK auf seinen am Knie verletzten Toptorschützen Moses Usor sowie auf den gesperrten Modou Cisse verzichten. Ebenso aufgrund der fünften Gelben fehlte aufseiten der Veilchen Aleksandar Dragovic. Auch ohne ihren Abwehrchef startete die Austria schwungvoll, verbuchte durch Manfred Fischer (6.) die erste Torannäherung.
Die Linzer legten die leichte Anfangsnervosität jedoch rasch ab. Krystof Danek prüfte Samuel Sahin-Radlinger aus der Distanz (8.), Sasa Kalajdzic verpasste eine scharfe Hereingabe von Kasper Jörgensen nur um Haaresbreite (12.). In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, geprägt von hoher Intensität. Die Austria verzeichnete leichte Vorteile sowie auch den ersten Hochkaräter der Partie. Einen artistischen Volley von Johannes Eggestein kratzte LASK-Goalie Lukas Jungwirth von der Linie (27.).
Meister-Entscheidung kurz vor und nach der Pause
Dem LASK gelang indes mit der ersten Großchance die viel umjubelte Führung. Mbuyamba kam nach einem weiten Einwurf am Fünfer zum Ball und bugsierte diesen über die Linie. Direkt nach Seitenwechsel legten die Linzer vorentscheidend nach. Sahin-Radlinger holte Kalajdzic im Strafraum von den Beinen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Adeniran eiskalt.
Während im Auswärtssektor die Meisterparty längst begonnen hatte, streifte ein Distanzschuss von Kalajdzic die Latte (57.). Jener bediente eine Viertelstunde vor dem Ende Bogarde mustergültig, sodass dieser nur noch zum 3:0 einschieben musste. Anschließend brachte der LASK den klaren Auswärtssieg ohne Probleme über die Zeit, nach Schlusspfiff kannte der Jubel bei Spielern und den tausenden mitgereisten Fans keine Grenzen.
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